Energie aus der Landwirtschaft

 

Die Eröffnung der Sonderausstellung «Erneuerbare Energie, Energieeffizienz und Elektromobilität in der Landwirtschaft» stiess auf grösses Interesse. Anhand verschiedener Exponate zeigten die Referenten, welche Möglichkeit und Chancen sich bieten, aber auch wo es besser Rahmenbedingungen braucht.

 

«Energiepolitik ist gleichzeitig auch Klimapolitik,» sagte Josef Gemperle, Kantonsrat, Landwirt und IBK Nachhaltigkeitspreisgewinner 2018 in seinem Referat zur Eröffnung der Sonderausstellung «Erneuerbare Energie, Energieeffizienz und Elektromobilität in der Landwirtschaft» und knüpfte sogleich an die aktuelle Debatte an. «Mit der Swiss Future Farm haben sie den perfekten Ort für die Ausstellung gewählt», lobte Regierungsrätin Carmen Haag in ihrer Eröffnungsrede in Bezug auf das zukunftsgerichtete Thema und  Regierungsrat Walter Schönholzer ging in seinem Referat näher auf die Massnahmen ein, um die Elektromobilität zur fördern.

 

Biogas, Holz, Wind und Photovoltaik

In den anschliessenden Inputreferaten der verschiedenen Austeller waren sich alle einig, die Landwirtschaft eignet sich bestens als Energielieferant für den Eigenbedarf, aber auch für mehr. Ob dies nun mit einer Biogasanlage, mit Holzwärme, grossflächigen Photovoltaikanlagen, mit Wind oder gemischt geschieht, ist standortabhängig und Geschmacksache. Jedoch alle Referenten machten deutlich, dass die Politik gefordert ist, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Projekte auch wirtschaftlich umgesetzt werden können.

 

Mehr Wertschöpfung im ländlichen Raum

Gerade Landkantone wie der Kanton Thurgau können von den erneuerbaren Energien profitieren. Bene Müller von Solarkomplex, Hegau (D) verdeutlicht, dass künftig die Energie aus dem ländlichen Raum kommen muss. «In den Städten fehlen einfach die Flächen und Möglichkeiten, auch wenn man auf allen Dächern Photovoltaik installiert.» Aber auch hier braucht es politische Rahmenbedingungen und Berechnungen, damit die Regionen sich gemeinsam entscheiden einen Raum zu schaffen, wo eine Biogasanlage oder eine Windanlage entstehen kann.

 

E-Traktor oder Gas-Traktor?

Die Ausstellung zeigt aber auch, wo die Landwirte die Energie effizienter nutzen können, so zum Beispiel anhand der Heubelüftung oder einer Hofgemeinschaft in Heggelbach (D). Ebenfalls ein Thema die E-Mobilität bei Nutzfahrzeugen. Auch wenn die Entwicklung bei den Traktoren noch in den Anfängen steht. «Bei einem Hoflader funktioniert die E-Mobilität perfekt, bei einem Traktor der einen Pflug durch den Acker ziehen muss, sehen die Anforderungen anders aus,» erklärt Nico Helmstetter von GVS Agrar. Deshalb wird in diesem Bereich auch an alternative Energiequellen gedacht, wie zum Beispiel Methan-Gas.

 

 

Die Ausstellung bietet einen guten Überblick wie die Landwirtschaft Energie für sich und für andere produzieren und verwenden kann. Von April bis Ende September 2019 können Besuchergruppen die Sonderschau auf Voranmeldung kostenlos besuchen.
Anmeldung bei Bernhard Müller, Leiter Regionale Entwicklung Arenenberg als Ansprechperson zur Verfügung.
bernhard.mueller@tg.ch / 
079 416 52 43.

 

Kontakt:
Brigitte Süess, Agro Marketing Thurgau AG, 079 366 72 01, brigitte.sueess@agro-marketing.ch